Andreas Schwarz, Transformations-Experte und Pricipal Consultant bei RELEVANT, kennt die Herausforderungen von Veränderungsprozessen aus eigener Erfahrung. Bereits in früheren Stationen begleitete er umfassende Digitalisierungsprojekte und erlebte hautnah, wie tiefgreifend Transformationen Organisationen und Menschen verändern können.
„Veränderungen gehören zum Arbeitsleben dazu. Es geht darum, bereit zu sein, sie mitzugestalten, sie an manchen Stellen zu ertragen, aber auch ganz intensiv bereit zu sein, den Mund aufzumachen, um Veränderung voranzutreiben“, beschreibt Schwarz seine wichtigste Erkenntnis aus Jahren der Transformationsarbeit.
Dabei verschweigt Schwarz nicht, dass Wachstum und Veränderung auch Herausforderungen mit sich bringen. Prozesse werden neu definiert, Verantwortlichkeiten geschärft und bestehende Arbeitsweisen hinterfragt. „Es läuft an manchen Stellen von strukturiert geplant bis begeisterungsfähig chaotisch. Aber wenn Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten, lassen sich die Themen, die sich aus Veränderungsprozessen ergeben, deutlich besser tragen.“
Auf die Frage, wie dynamisch moderne Organisationen heute sein müssen, vertritt Schwarz eine klare Haltung: Veränderung ist kein Problem, sondern Ausdruck von Entwicklung und Zukunftsfähigkeit.
Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt aus seiner Sicht in der persönlichen Reflexion. Veränderung betrifft nicht nur Prozesse und Strukturen, sondern immer auch die Menschen dahinter. Deshalb hält Schwarz es für entscheidend, dass Mitarbeitende ihre eigene Rolle regelmäßig hinterfragen und weiterentwickeln. „Ich erlebe, dass reflektierte Menschen und Teams deutlich besser durch Veränderungsprozesse kommen. Sie haben ein Gespür dafür, wo die Veränderung bei ihnen ankommt und was sie mit ihnen macht.“
Für die erfolgreiche Gestaltung von Transformation sieht er insbesondere die Balance zwischen Struktur und Agilität als entscheidend an. Klare Visionen, gemeinsame Ziele und eine kontinuierliche Priorisierung helfen dabei, Veränderungen gezielt zu gestalten. Gleichzeitig dürfe die notwendige Flexibilität nicht verloren gehen.
„Wir wollen oft etwas von der Dynamik und dem Spirit früherer Entwicklungsphasen bewahren, müssen aber trotzdem wachsen und Dinge formalisieren, ohne dass der Charakter verloren geht“, erklärt Schwarz. Genau darin liege die eigentliche Herausforderung erfolgreicher Transformation.
Sein Fazit macht deutlich, warum Wandel heute nicht mehr als Ausnahmezustand verstanden werden sollte: „Transformation wird ein Dauerthema sein.“ Entscheidend sei daher nicht, Veränderung zu vermeiden, sondern die Fähigkeit zu entwickeln, sie gemeinsam zu gestalten. Mit einer offenen Kultur, einer klaren Vision und einem hohen Maß an persönlicher Reflexion schaffen Organisationen aus seiner Sicht die besten Voraussetzungen dafür.
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