New Work? Jetzt erst recht!

Über die Relevanz von Selbstorganisation, Agilität und strategischer Selbstkenntnis.

Wir bei RELEVANT arbeiten mit unserem Kernteam sowie mit einem engen Kreis ausgewählter Berater*innen in Kundenprojekten zusammen. Mit Gastbeiträgen von unseren Kolleg*Innen wie diesem möchten wir gern die Diversität, Freude und Kompetenz in der Leistungserbringung unseres erweiterten Teams zum Ausdruck bringen.

Von Ellen Herb, Learning & Development, Berlin

2016 besuchte ich eine New Work Konferenz, bei der der VP eines der größten deutschen Medienkonzerne vor großem Publikum sagte, dass die Transformation eines Unternehmens in die Digitalisierung mit der „alten Führungsriege“ nicht funktionieren würde. Als Leadership Coach, Beraterin und Trainerin regte mich dies derart auf, dass ich mich intensiv mit New Work, selbstorganisierten Teams und agilen Methoden befasste. „Was hat das alles miteinander zu tun? Warum der Hype? Warum jetzt? Und warum, bitte schön, nicht mit „alten“ Führungskräften?“ Meine Entrüstung und Fragen führten mich zu diversen Meet ups, Interviews, Workshops, Konferenzen und Fachliteratur. Nach und nach verstand ich die Zusammenhänge und weshalb es eminent wichtig ist, dass sich die Wirtschaft und ihre Entscheidungsträger mit diesen Buzzwords auseinandersetzen.

Eine mehrjährige Lernreise lässt sich schwer auf eine Seite zusammenfassen, doch beginnen wir mit einem Schlüssel aus einem großen Schlüsselbund zum Verständnis: Dem Unterschied zwischen linearen und komplexen Zusammenhängen.

Der Unterschied zwischen linearen, komplizierten und komplexen Zusammenhängen ist so wichtig, weil es für Führungskräfte der Startpunkt sein sollte, um zu entscheiden, wie sie zu guten Ergebnissen kommen. Während einfache und komplizierte Probleme alleine bzw. durch Expertentum, d.h. Erfahrung, gelöst werden können, eine Entscheiderin oder Entscheider ausreichen, so sieht dies vollkommen anders aus, wenn es sich um ein komplexes Thema handelt. Komplexität bedeutet u.a., Komponenten des Problems, der Fragestellung nicht zu kennen und auch nicht durch vorhandenes Wissen ergänzen zu können. Statt zu wissen, sind wir herausgefordert zu forschen, mehr-perspektivisch, kross-funktional, in einer Kultur geprägt durch systemisches Feed-forward, Frage- und Fehlerfreundlichkeit. Nur so lassen sich komplexe Probleme bearbeiten.

Dabei ist Komplexität nur eine der Wesensarten, die unsere Realität derzeit beschreiben. Ebenso erleben wir schon seit längerem ansteigende Volatilität, Unsicherheit und Ambiguität. Zusammengenommen ergibt sich aus ihnen das Akronym VUCA, das ich selbst fast schon nicht mehr hören kann, doch ganz offensichtlich haben wir nicht häufig genug zugehört, welche Bedeutung es für unsere Wirtschaft und Gesellschaft hat.

Denn nun zeigt sich Corona als der große VUCA-Praxistest für uns alle – auch für diejenigen, die bisher nicht an die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit New Work, Selbstorganisation und Agilität glauben wollten.

Die dahinterstehenden Denk- und Herangehensweisen bieten uns das Rüstzeug, um in Zeiten des Nicht-wissens gemeinsam komplexe Problemstellungen anzugehen. Dies verlangt von vielen Experten und Führungskräften, anders zu führen und zu kooperieren, Neues zu lernen und sich von bisherigen Verhaltens- und Denkweisen bewusst abzuwenden. Nicht, weil ihre Erfahrung und Expertentum nichts mehr wert sind. Sie sind es nach wie vor! Vielmehr geht es um eine Analyse der Denkweisen und die Erweiterung des eigenen Verhaltensspektrums. Eine grundlegende Voraussetzung für alle Personen, die den Weg in die Selbstorganisation und Agilität gehen wollen, ist die Selbstreflektion. Selbst-Führung ist die Voraussetzung für das Führen von anderen und vor allem für viele Führungskräfte das Führen-lassen anderer in neuen Formen der Arbeit.

Hogan Assessments sind in meiner Praxis das Werkzeug, um mit Führungskräften zu reflektieren, wie sie innerlich aufgestellt sind und welche neuen Wege sie gehen können in der Realität, die uns seit Corona nunmehr abverlangt, anders zu handeln. In der Arbeit mit dem Hogan Assessment gelingt es, sowohl das bisherige Set an Einstellungen, Auffassungen und Verhaltensweisen wertzuschätzen und in seiner Wirksamkeit einzuordnen, als auch weitere, neue Wege für das persönliche Führungsverhalten zu finden, um weiterhin wirksam handeln zu können. Vielen meiner Klientinnen und Klienten dienen die strategische Selbstkenntnis und das Coaching zum Aufbau und zur Erweiterung Ihrer Selbst-Führungskompetenzen als Kompass in Zeiten, in denen ansonsten wenig Klarheit gegeben ist. Deshalb behaupte ich, dass die notwendige digitale Transformation sehr wohl auch mit der „alten Führungsriege“ funktionieren kann, wenn diese bereit ist, selbst auch Veränderung zu sein; und dies gilt selbstverständlich im gleichen Maße für jeden Jahrgang und jede Generation – für all diejenigen, die führen möchten.

Wir bei RELEVANT setzen Hogan Assessments bereits jahrelang tagtäglich in der Auswahl und Entwicklung von Menschen und Organisationen ein. Hogan ist der weltweit führende Anbieter von forschungsbasierten Assessment-Lösungen. RELEVANT hilft Unternehmen mit dem Einsatz der Hogan Persönlichkeitsdiagnostik, Fluktuation zu reduzieren und Produktivität zu erhöhen, indem die richtigen Menschen eingestellt, wichtige Talente gefördert und Führungspotenzial identifiziert wird. Sprecht uns an. Wir sind nur eine E-Mail oder einen Anruf entfernt.

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